Anmelden Registrieren

Einloggen

Username
Password *
an mich erinnern
UK Bookmakers

Dustin Dini spricht Klartext im Interview

Veröffentlicht in Interviews

"Ich habe ein Problem: Ich kann manchmal einfach nicht die Schnauze halten.”

dini helm lEs kam anders als gedacht. Eigentlich waren wir mit Dustin Dini in einem gemütlichen Restaurant in Montreals Innenstadt zum Interview verabredet, nun sitzen wir auf der Terasse eines Cafés in Monte Carlo. Und eigentlich wollten wir über den bisherigen Saisonverlauf des Saarländers und des VMR-Teams reden, nun reden wir über die Lage der WRL und das weitere Engagement des Teams. Doch Zeit für Privates blieb auch…

Hallo Dustin. Nun sitzen wir in Monte Carlo statt Montreal. Der GP von Monaco wurde am Sonntag wegen technischer Probleme vorzeitig abgebrochen und wird jetzt wiederholt. Was sagst du dazu?

Hallo. Einerseits ist es gut, denn ich war letzten Sonntag nicht beim Rennen dabei. Andererseits habe ich das blöde Gefühl, dass die Probleme noch nicht wirklich behoben sind, und wir ein ähnliches Desaster erleben könnten. Aber lassen wir uns überraschen. Wir sind auf jeden Fall vorbereitet für das Rennen, ich persönlich wäre lieber in Montreal gefahren.

Du magst Monaco nicht?

Ach, was heisst “nicht mögen”? Ich mag Stadtkurse an sich nicht. Wobei Monaco immer noch etwas besonderes ist. Die Herausforderung, hier fehlerfrei durchzukommen ist natürlich sehr hoch. In Monaco musst du einfach nur cool bleiben und dich durch Duelle nicht provozieren lassen. Dann klappt das schon.

Deine Zielsetzung für das Rennen?

Wie immer: Das Beste geben. In Zahlen wäre das wohl Platz 3 hinter den beiden META-Fahrern. Gegen die ist momentan noch kein Kraut gewachsen.

“Da fehlt es an Manpower, vor allem an qualifizierter Manpower.”

Jetzt wollten wir eigentlich über deine bisherige Saison sprechen, doch in den letzten Tagen haben sich die Ereignisse in der WRL ein wenig überschlagen. Erst die Regeländerung der Perspektive, die für viel Wirbel gesorgt hat, dann der Streckentausch in Monaco, der Rückzug von Saunders bzw dem gesamten SBR-Team. Du warst oft als einer der Wortführer einer Gruppe von Fahrern in den Diskussionen aktiv. Welche Hintergründe gibt es, wie stellt sich die Situation jetzt dar?

Das ist eigentlich viel zu kompliziert, um es auf eine Frage zu begrenzen. Die Probleme liegen meiner Meinung nach tiefer, und es sind die selben Probleme, die es schon 2011 gab, als ich mich von der WRL verabschiedet habe.

Welche Probleme sind das?

Einerseits sind es Probleme die in der Adminebene liegen. Da fehlt es an Manpower, vor allem an qualifizierter Manpower. Henning (Cordes) ist da im Hintergrund mit aktiv, das wird viel zu wenig wert geschätzt, denn ich glaube, der macht einen Großteil der Arbeit, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Dadurch, dass Andrew hingeschmissen hat, was ich in einigen Punkten auch verstehen kann, fehlt derjenige, der sich um das Tagesgeschäft der Liga kümmert. Das übernimmt jetzt Alex (Warneke). Da muss man abwarten, wie das funktioniert.
Dann wurden einige schnelle Entscheidungen gefällt, die das Fahrerfeld gespalten hat. Die Kamera-Ansicht-Diskussion war da nur ein Beispiel. Einige waren dafür, andere dagegen. Aber Fakt ist einfach, dass als Diskussions-Grundlage das Reglement gilt, und jeder dieses bei der Einschreibung in die Liga akzeptiert hat. Danach muss man sich richten. Da gab es einige kontroverse Diskussionen.

An denen du nicht unbeteiligt warst…

Ich habe ein Problem: Ich kann manchmal einfach nicht die Schnauze halten. Die Meinung muss dann raus, sachlich aber mit Nachdruck. Das kam nicht bei jedem gut an, und die Stimmung war dahingehend auch vorbelastet, als es zu Diskussionen mit der Monaco-Strecke kam.

“Kevin Pape hat hier maßgeblich im Herbst und Winter für den Neuaufbau beigetragen.”

Der Wechsel der Strecke war Ausgangspunkt für den Abschied von SBR?

Nach aussen hin wurde es so kommuniziert. Ich habe meine eigene Meinung dazu.

Und die lautet?

Die geht nur die betreffenden Personen etwas an, und denen gegenüber habe ich diese auch so geäussert. Das muss reichen. Kevin (Pape) und Andrew haben jetzt eine neue Herausforderung, für die ich ihnen viel Glück wünsche.

Vermisst du die beiden?

Ich vermisse jeden Fahrer und jedes Team, das sich aus der WRL verabschiedet. Kevin Pape hat hier maßgeblich im Herbst und Winter für den Neuaufbau beigetragen. Dass die Liga mit so vielen Fahrern jetzt die ersten 6 Rennen relativ gut hinter sich gebracht hat, kann er sich durchaus auf die Fahnen schreiben, Andrew ebenso.

Nochmal zum Monaco-Wechsel – auch da gab es Diskussionen

Klar, weil die neue Strecke einfach anders ist, man nochmal neu trainieren muss, neue Bremspunkte hat, das Setup verändern muss. Wenn jemand sich einen Zeitplan macht und in der zweiten Woche unterwegs ist, hat er natürlich Sonntags ein Problem. Da gab es dann wieder neue Diskussionen, die sehr anstrengend waren. Letztendlich gab es ja dann auch mit der neuen Strecke Probleme, weswegen das Rennen jetzt verschoben wurde.

“Es gibt eine Entwicklung, die Hoffnung macht”

Du hattest auch eine weitere Sache angesprochen – nämlich eine Spaltung der Liga durch eine neue Simulation

Das iRacing-Fieber hat hier in den letzten Wochen ein wenig um sich gegriffen, und ich habe lediglich bemängelt, dass sich viele nicht mehr auf die rF-Saison konzentrieren, auf das was wir hier eigentlich machen. Durch das vorbelastete Verhältnis zu dem ein oder anderen Fahrer, der ebenfalls zu den iRacing-Fans gehört, gab das natürlich wieder Streß. Aber da stehe ich drüber, letztendlich kann jeder machen was er will. Ich habe klare Vorstellung von einer Liga, in der ich mit meinem Team teilnehme. Sind die nicht mehr gegeben, dann muss man über den Sinn des Engagements diskutieren.

Entsprechende Gerüchte kamen hier in Monaco auch auf, VMR würde sich nach einer neuen Herausforderung umsehen

Auf Gerüchte gebe ich nichts. Fakt ist, dass es verschiedene Kriterien gibt, nach denen wir uns richten, wo wir uns engagieren. Ein wichtiges Kriterium ist das Fahrerfeld. Ich hatte die Befürchtung, nach dem Wegfall von SBR, dass einige Fahrer folgen könnten, einige komplett zu iRacing wechseln, auch weil die Trainingsbeteiligung unter der Woche stark abgenommen hat. Am Sonntag waren wir 17 Fahrer, mit mir wären es 18 gewesen. Das ist okay. Wir warten jetzt das eigentliche Monaco-Rennen ab, und das darauffolgende Rennen in Montreal. Bleibt dier Fahrerzahl konstant, gibt es keinen Grund das Engagement zu überdenken. Ausserdem gibt es eine Entwicklung die Hoffnung macht.

Was meinst du?

Eine GPDA wird gegründet, es gibt wieder eine Serienleitung, und ein Fahrer, von dem ich menschlich sehr viel halte, soll sich stärker in die Liga miteinbringen, wie mir zu Ohren gekommen ist. Das würde ich sehr begrüßen, denn das kann nur gut sein für die Liga.

Die GPDA wäre doch ein optimaler Posten für dich.

(lacht) Das habe ich in den letzten Tagen öfters gehört. Ich habe aber dankend abgelehnt. Ich hatte den Job schon mal gemacht, und es war eine sehr unangenehme Erfahrung, wenn man zwischen den Fahrern und einem guten Freund entscheiden muss. Ausserdem braucht man als GPDA-Vorsitzender das Vertrauen und die Rückendeckung aller Fahrer im Feld… und die habe ich nach den letzten Wochen nicht. Dazu kommt, dass ich mich nicht mehr von der Liga abhängig machen möchte, ich bin allein VMR verpflichtet. Deswegen kommt der Posten für mich nicht in Frage.

“Das nennt man wohl Männerfreundschaft auf den ersten Blick”

Kommen wir jetzt doch kurz noch einmal auf die Saison zu sprechen. Platz 3 in der Fahrerwertung, drei Podien in Folge – zufrieden?

Absolut! Wenn man bedenkt, dass wir nach den ersten beiden Rennen gerade mal 1 Pünktchen hatten, haben wir uns enorm gesteigert. In Barcelona Platz 3 zu holen, mit sovielen Problemen die wir da hatten, war ganz wichtig, genauso dass wir am RedBull-Ring in diesem Chaos Zweiter geworden sind. Wir haben in den letzten 3 Rennen 3mal das Maximum herausgeholt, was ging.

Das gleiche Lied kann dein Teamkollege Günter Wirges noch nicht singen

Günni bewundere ich, wie er trotz des ganzen Peches seine Motivation nicht verliert. Er wurde bisher in jedem Rennen Opfer seiner Technik oder anderer unglücklicker Umstände, wie dem Wetter in Österreich. Ich merke aber auch wie er sich Rennen für Rennen steigert, und er wird bald Punkte holen.

Gibt es spezielle Gründe für den Aufschwung bei dir?

Die Strategie funktioniert. Ich habe gerade in Shanghai gelernt, dass du einen Nachteil hast, wenn du deine Strategie durchziehst. Du musst dich an deinen Gegnern orientieren, weil der Vorteil der frischen Reifen wahnsinnig hoch ist. Dann stoppst du lieber einmal mehr und kannst noch attackieren. Diese Strategie haben wir in Bahrain und in Barcelona umgesetzt, und sie war der Grund, warum wir jeweils an unseren Gegnern am Ende noch vorbeigekommen sind.

Zum Abschluß des Interviews müssen wir dich aber dann noch auf ein Boulevard-Gerücht ansprechen…

…Oh weia. Wurde ich in einer peinlichen Situation fotografiert? (lacht)

Nein, aber mit META-Simracing-Teamchef Kevin Riedel am Sonntagabend in einer Bar in Monte Carlo…

Stimmt. Nach dem Abbruch haben wir uns dort getroffen.

Um was ging es? Wechselst du nächstes Jahr zu META-Simracing?

Wer weiß? (lacht), nein im Ernst. Ich kenne ihn ja schon länger, aber viel geredet hatten wir vorher noch nie. Wir haben uns erstmal nett unterhalten und nach einem Bier gemerkt, dass wir ziemlich auf einer Wellenlänge funzen. Nach 3 Bier hatten wir gesagt, dass wir mal zusammen irgendwas auf die Beine stellen könnten, nach 8 Bier hatten wir dann alle Einzelheiten geklärt und Kevin hat uns Montags für eine GP2-Meisterschaft in einem gemeinsamen Team angemeldet. Sowas nennt man wohl “Männerfreundschaft auf den ersten Blick…
 
 
The Best betting exchange http://f.artbetting.netby ArtBetting.Net

LATEST THREADS

  • Keine Beiträge vorhanden

SERVER F1

sauter logo b    simsync logo b        hetzner logo b     mst logo b     DLM Button klein sw     raceroom logo b
sauter logosimsync logoliveracer logohetzner logomst logoDLM Button klein farberaceroom logo
All CMS Templates - Click Here