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Rennbericht Großer Preis von Europa - Valencia

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Daniel Meier hält die WM offen


Auf dem Strassenkurs von Valencia setzt sich Daniel Meier vor Torsten Kröger und Silvio Garieri durch. Bei einem unspektakulärem Rennen sind nur 9 Autos am Start.




Die Ausgangslage vor dem Rennen in Valencia bei herrlichen Sommertemperaturen war klar. Nur ein Sieg konnte Daniel Meier noch die Möglichkeit geben vom Titel zu träumen. Bei 20 Punkten Vorsprung bei noch 10 ausstehenden Rennen muss der Unique One - Pilot aber auch auf den ein oder anderen Ausrutscher bei KW - Raceline hoffen.


Kröger mit dem ersten Matchball-Sieg

Nur 9 Autos gingen an diesem Sonntag auf Punktejagd durch die Leitplanken von Valencia. Das Qualy konnte Torsten Kröger relativ deutlich für sich entscheiden, vor seinem großen Titelkonkurrenten Daniel Meier. Dahinter platzierten sich Silvio Garieri, Mario Lanz, Thomas Mann, Dustin Dini, Thorsten Lanz und die beiden Black-Pacific-Autos von Tobias Rosenberg und Ralf Krumm.


Startunfall in Kurve 1

Nach dem Start gab es leider schon die ersten Ausfälle zu beklagen. Zunächst konnte Daniel Meier an Torsten Kröger vorbeiziehen. Mario Lanz wollte es dem Meisterschaftszweiten gleich tun, verschätzte sich vor der ersten Kurve aber komplett und rutschte in die Auslaufzone und fiel auf Platz 6 zunächst zurück. Durch dieses Chaos schob sich Dustin Dini auf Platz 3, vor Thomas Mann und Silvio Garieri. Weiter hinten kam es zum Unfall. Noch vor der ersten Kurve bekam Thorsten Lanz Probleme mit seinem ARE, und konnte den Kontakt mit der Mauer nicht mehr verhindern. Drei Kurven später war auch das Rennen vom Ralf Krumm zu Ende, der ebenfalls die Wand touchierte. Seine Crew konnte das Auto danach nicht mehr reparieren. Bitter für den Black-Pacifc-Pilot, der nach eigenen Angaben sehr schwer ins Rennen ging.


Meier bringt Krögers Strategie durcheinander

Danach beruhigte sich das Rennen sehr schnell, und lebte nur von der Spannung aus dem Zweikampf an der Spitze. Torsten Kröger, der leichter unterwegs war als Daniel Meier, jagte seinen Konkurrenten durch die verwinkelten Gassen, fand aber keine Möglichkeit zu überholen. Besser machte es da Silvio Garieri, der schon bald an Thomas Mann vorbeizog.
In Runde 10 ging Dustin Dini sehr früh zum ersten Mal an die Box und fiel ans Ende des Feldes zurück.


Kollision der Spitzenreiter

Nach der ersten Boxenstoppserie hatte sich das Feld kaum verschoben. Eines der wenigen Überholmanöver ereignete sich dann weiter hinten im Feld, als Dini an Rosenberg vorbeizog. Die beiden kannten sich bereits ausgiebig aus Silverstone.
Dann passierte es. Vor der Spitzkehre fuhr sich Torsten Kröger an seinem Titelkonkurrenten Meier den Frontflügel krumm. Zusatzstopp für Kröger, der dadurch hinter Silvio Garieri zurückfiel. Meier hatte nun einen absolut beruhigenden Vorsprung und konnte das Rennen locker verwalten.
Kurz nach Hälfte des Rennens gab es den dritten Ausfall zu beklagen. Dustin Dini stellte das Auto nach einer Mauerberührung ab.


Ungewöhnliche Strategien - Pech bei Thomas Mann

Es ist diese Saison schon öfters vorgekommen, dass einzelne Fahrer auf drei Stopps gesetzt haben. Ungewöhnlich war allerdings, dass ausgerechnet auf diesem Kurs, wo man schwer überholen kann, gleich drei Fahrer auf die Risiko-Strategie gesetzt haben. Durch Silvios dritten Stopp kam Kröger, der ebenfalls bereits dreimal drin war, wieder auf Platz zwei. Mario Lanz kostete der dritte Stopp Platz vier an Thomas Mann, der mehrere Runden mit Mario zu kämpfen hatte. Da dieser aber nicht vorbeikam, konnte er das leichte Auto nicht nutzen.
Probleme dann auch noch bei Torsten Kröger, der fünf Runden vor Schluss nochmal zum Tanken kommen musste, den Platz vor Silvio Garieri aber knapp verteidigte.
Doch das war nichts gegen das Pech, das Thomas Mann ereilen sollte. 2 Runden vor Schluss fiel der ARE-Pilot, sicher auf Platz vier liegend, bereits zum dritten Mal in dieser Saison mit Motorschaden aus. Des einen Leid, war des anderen Freud. Mario Lanz rückte auf Platz vier, und der Pechvogel aus Silverstone, Tobias Rosenberg auf Platz 5. Der hatte erst vor einer Woche in Großbritannien kurz vor Schluss Platz zwei wegen eines Motorschadens verloren.


Schlussspurt von Meier?

Für den ungefährdete Start-Ziel-Sieg in Valencia erntete Daniel Meier großes Lob. Auf ihm lag an diesem Wochenende der größte Druck. Kröger betrieb Schadensbegrenzung und holte ganz wichtige Punkte. Sein Vorsprung schmilzt nun auf 18 Zähler.
Durch den dritten Platz klettert Silvio Garieri nun auch in der WM-Wertung auf Platz 3 nach vorne, punktgleich mit Thomas Mann, zwei Punkte vor Dustin Dini. Dieser wiederrum hat nur 2 Punkte Vorsprung auf den verletzten Frank Sauter, der wieder nicht teilnehmen konnte. Mario Lanz lauert dahinter mit 6 Punkten Rückstand.

Ein zeitweise langatmiges Rennen nahm nach anderthalb Stunden sein Ende. Schon in einer Woche geht es weiter, dann mit dem Heim-Grand-Prix der WRL und der meisten Fahrer auf dem Hockenheimring.


Bis dahin


Keep Racing
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